Jetzt möchte ich auch mal meine 2 Cent dazu geben:
Dirty Eggs Bezugsquelle kann ich bestätigen. Die Fa. ist Importeur von Prins und diese bieten sogar komplette Kits für Jeep an. Ein Nachfragen da lohnt bestimmt und ein Umrüster vor Ort kann bei denen auch die Anlage + den Kombitank ordern.
Monovalent ist man mit einem Notbenzintank mit max. 15l. (siehe dazu R67 und R115)
Steuerbefreit wird man allerdings nicht, man bekommt aber die Schadstoffnorm, die die Gasanlage max. erfüllen kann. Genau da ist der Haken, weshalb sich das ganze nicht lohnt und 15l Benzin sind wirklich arg wenig. Ein Euro1/Euro2 Fahrzeug kann niemals so Euro4 erhalten (selbst mit vollsequentieller Anlage nicht), sondern max. D3, da diese keine OBD-Fahrzeuge sind. Das kann man mit einem KLR auch erreichen und hat nicht die Nachteile des sehr kleinen Benzintanks. Klar - einer mit Euro3 kommt dann (wenn es ein Abgasgutachten für den Jeep auf Euro4 gibt) dann auf Euro4, aber lohnt das wirklich? Beurteilt selbst. Aus Platzgründen gedacht sieht die Rechnung allerdings anders aus, aber dann doch lieber einen etwas größeren Benzintank für alle Fälle.
Zusammenfasend kann man sagen:
Benzintank über 15l = man bekommt die Euro-Norm, die die schlechtere ist ... in diesem Fall ists meist die von Benzin bzw. es bleibt alles gleich.
Benzintank bis 15l = Benzin zählt nicht mehr als Antriebskraftstoff, sondern nur noch Gas und dessen erreichte Euro-Norm laut Abgasgutachten Gasanlage.
Klar kann man sich einen Benzintank selbst bauen. Man kann auch einen kleinen von einem anderen Fahrzeug verwenden, da die bereits eine Serienprüfung haben - entfällt dann die Tankprüfung lt. unserem TÜV.
Die flüssig einspritzenden Anlagen wirklich einen Ventil (Hitzeschutz) bewirken kann keiner beweisen bisher. Man weiß es nicht, aber man hofft es. Sicher sind die Anlagen genau so gut wie Verdampferanlagen. Ebenso Flashlube - obs wirklich hilft kann bisher keiner belegen.
Die 4,0l-Motoren sind definitiv keine gefährdeten Motoren. Man braucht also keine extra Vorkehrungen zum Motorschutz. Dauerhafte Vollgasfahrten sollten auf Gas generell gelassen werden. Genau das scheint derzeit oft neben falschem Einbau und falscher Einstellung der Gasanlage der Grund zu sein, warum einige Motoren in den Internetgasforen den Ventilhitzetod erleiden. Eine gefährdete Marke ist z.B. z.T. Ford. Auch der 4,7l Granny ist nicht unbedingt 100% gasfest. Ein paar z.B. Overland dagegen schon. Die 4,7l stehen auf der Liste von Prins als bedingt gasfest, dh. Zylinderkopf gegen einen gasfesten am besten austauschen um das Risiko zu minimieren. Aber auch ohne diese Maßnahme kann so ein als gefährdet eingestuftes Fahrzeug trotzdem auf Gas mitunter problemlos betrieben werden, wenn man Vollgasfahrten auf Gas meidet - dann lieber auf Benzin umstellt. Der 4,7l bleibt also ein Risko. Die Liste ist aus gemeldeten Schäden entstanden. Sie ist nur eine Empfehlung.
http://www.borel.fr/asp/Faisabilites.asp
(Da bei "Marque" Jeep auswählen und auf "Afficher" klicken.)
Die mit dem Häckchen hinten sind die, wo Schäden gemeldet wurden, also sind nur bedingt gasfest bzw. es werden Modifikationen (anderen Zylinderkopf mit härteren Ventilsitzen) vor Umbau als erforderlich gehalten. Bei Jeep ists nur bisher der 4,7l und da eben nur ein paar bestimmte - nicht alle. D.h. es "
kann" Schäden geben - muss aber nicht. Über die neuen Wrangler ist noch nichts bekannt.
Die Hersteller der neuen deutschen Gasanlage Femitec in Mannheim (
www.autogas-mannheim.de) sagen zum Thema gasfest:
"Keine dauerbelastenden Vollgasorgien, Gasanlage fachgerecht korrekt eingebaut und eingestellt - dann sollte es bei keinem Fahrzeug Schäden geben." So sind die Erfahrungen von denen hier in D und in Polen. "Gas ist zum sparen da und nicht zum Rennen billig fahren. Der Grund, warum Motoren kaputt gehen mit Gas ist zu 95% eine nicht korrekt eingestellte Gasanlage. Deshalb ist die Wahl des Umrüsters, der sein Handwerk wirklich versteht so wichtig."
Wer fragen hat, der kann die gern auch mal anrufen - die sind sehr nett und kompetent. Allerdings in Bezug auf Unterflurtank stellen die sich bisher konsequent quer. Das muss man eben akzeptieren und sich einen Umrüster suchen der auch Unterflur verbaut. Aber über alle technischen Fragen geben die gern umfangreich Auskunft. Die kennen fast alle Gasanlagen mit ihren Vor- und Nachteilen sehr genau, haben vor knapp 1 Jahr ihre eigene Gasanlage auf den Markt gebracht und kennen auch Jeep gut. Ihre Gasanlage soll sich besser auf die Lastzustände des Motors einstellen/programmieren lassen heißt es. Da solltet ihr die aber selbst genauer dazu bei Interesse befragen. Bisher gabs nur Positive Rückmeldungen über Umrüstungen mit dieser Anlage.
Ich hoffe ich konnte Euch da etwas weiterhelfen in Eurer Diskussion.